Riesenbärenklau an der Obersten Isar

 

Im Rahmen der Gebietsbetreuung wurde die Entwicklung des Riesenbärenklaus (Heracleum mantegazzianum) und dessen Eindämmung durch Maßnahmen im Gebiet zwischen Scharnitz und Sylvensteinspeicher entlang der Isar begleitet.

 

Durch die manuelle Bearbeitung in sensiblen und unzugänglichen Bereichen, mit einem Minibagger an einem Weideflächenrand und über eine Ziegenbeweidung an stark bewachsenen Dämmen, konnte die Anzahl an Pflanzen in vier Jahren auf ein Drittel von nun rund 700 Pflanzen zurückgedrängt werden. Aufgrund des hohen Aufwandes wurde das Ausgraben/ Ausstechen der Wurzeln anfangs aus der Gebietsbetreuung ausgegliedert und über Landschaftspflegemittel des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen finanziert (ebenso wie der Minibagger).

Das Vorkommen im Auwald und an Flussuferläuferbrutplätzen macht eine „radikalere“ Vorgehensweise unmöglich und verlangt Fingerspitzengefühl.

 fruchtender Riesenbärenklau (Foto: Schödl).

Die Daueraufgabe der „Riesenbärenklaubekämpfung“ an der Isar zeigt weiter Erfolg.

Durch immer wieder neu besiedelte Standorte wird es aber auch immer schwieriger eine gesamte Entfernung des invasiven Neophyten zu erreichen.

Wer bei dieser - aufgrund der "Verbrennungsgefahr" an Riesenbärenklaublättern - nicht ganz ungefährlichen Aufgabe mithelfen will, kann sich gerne melden.

 

Gebirgsjäger bekämpfen Riesenbärenklau

 

Da der Riesenbärenklau im Bereich der Edelweißkaserne trotz mehrjähriger Bearbeitung immer noch vorhanden ist, übernahmen die Gebirgsjäger des Bataillons 233 die Aufgabe diesen Bestand zu bearbeiten und im Auge zu behalten. Den Ursprung hat dieser Bestand wie die meisten Pflanzen in einer ehemaligen Ablagerungsstelle im Riedboden. Nachdem die Pflanzen direkt am Kasernenzaun wächst, sind sie von außerhalb schwer zu erreichen.

 

Die Gebirgsjäger entlasten die Gebietsbetreuung  (Foto unten ganz rechts) damit sehr. Gerade dieser Bärenklaubestand hat viele blühende Pflanzen, die sich dann auch weiter flussab verbreiten würden. Insgesamt konnte der Bestand an der Isar in den letzten Jahren von mehreren tausend Exemplaren auf unter tausend Pflanzen vermindert werden. 

 

Foto: GebJgBtl 233/ Koppe